Bauvoranfrage

Aus SGK Berlin

Eine Bauvoranfrage zielt auf eine Auskunft über die Bebaubarkeit eines Grundstücks sowie über einzuhaltende Vorschriften. Die Bauvoranfrage ist schriftlich an das jeweilige Stadtplanungsamt zu stellen. Die Antwort sollte nach etwa vier Wochen vorliegen. Es kann auch eine Bauvoranfrage gestellt werden, die sich auf einzelne bauplanungsrechtliche Fragen bezieht und über die dann in einem Bauvorbescheid entschieden wird. Eine Bauvoranfrage ist vor allem dann sinnvoll, wenn die bauplanungsrechtliche Seite zweifelhaft erscheint und es möglich ist, dass gewisse Vorstellungen gar nicht verwirklicht werden dürfen. Aus diesen Erwägungen heraus ist es häufig sinnvoll, eine Bauvoranfrage vor Erwerb des Grundstücks zu stellen. Ist der Bauvorbescheid positiv, so kann man während der dreijährigen Geltungsdauer dieses Vorbescheids sicher sein, dass die gestellten Fragen auch in der Baugenehmigung nicht anders entschieden werden. Die Bauvoranfrage kann ohne Architekten oder Planer gestellt werden. Eine Bauvoranfrage ist vor allem dort sinnvoll, wo kein qualifizierter Bebauungsplan vorliegt. In diesem Fall orientiert sich die Genehmigung in der Regel an der Nachbarbebauung.


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016