Bibliotheken

Aus SGK Berlin

Öffentliche Bibliotheken werden gemeinhin als öffentlich zugängliche Bibliotheken mit einem Angebot an Beständen und Dienstleistungen für die gesamte Bevölkerung verstanden und damit von den wissenschaftlichen Bibliotheken unterschieden. Öffentliche Bibliotheken dienen der allgemeinen Bildung und Informationsversorgung nach Artikel 5 (1) GG und als kulturelle Einrichtung für die Freizeitgestaltung aller Bürgerinnen und Bürger. Die Stadtbibliotheken sind bedeutende Bildungseinrichtungen, die mit ihren Angeboten einen deutlich größeren Anteil der Bevölkerung erreichen als andere Bildungseinrichtungen.

Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) wurde als Gemeinschaftsprojekt der Berliner Bezirke, der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin und der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Jahr 1995 ins Leben gerufen mit dem Ziel, ein modernes und leistungsfähiges Bibliothekssystem für die Hauptstadt zu erhalten. Seit September 2001 arbeiten alle Verbundteilnehmer mit ihren Bibliotheken im VÖBB zusammen. Pro Jahr leihen mehr als 400 000 aktive Bibliotheksbenutzer die mehr als 6 Mio. Medien der Berliner Öffentlichen Bibliotheken über 22 Millionen Mal aus, die Zahl der Neukunden liegt bei 73 000 pro Jahr. Es werden mehr als 50 Mio. Recherchen pro Jahr – vor Ort und via Internet – ausgeführt.

Durch den Zugriff über den VÖBB können rund 4000 digitale Medien mit einem internetfähigen PC auch von zu Hause ausgeliehen und genutzt werden.

Die Zahl der öffentlichen Bibliotheken Berlin ist in den vergangenen Jahren geringer geworden. Weniger Haushaltsmittel führten und führen zu Schließungen und zu unzureichendem Nachkauf von Medien. Einige Bibliotheken können nur noch durch Ehrenamtliche betrieben werden.


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016