Diversität – Diversity Management

Aus SGK Berlin

Diversität meint Vielfalt und Heterogenität, Unterschiede und Gemeinsamkeiten und bezieht sich auf das Phänomen einer vielfältig zusammengesetzten Bezugsgruppe einer spezifischen Organisation oder ganz allgemein auf die Verschiedenheit von Menschen. Sie zielt auf die demokratische Öffnung aller gesellschaftlichen Räume für alle Menschen ab – unabhängig von ihrem jeweiligen kulturellen Hintergrund, ihrer Religion, ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer Klasse, ihrer körperlichen Verfasstheit usw. Die Liste der möglichen Diversität-Dimensionen ist unendlich lang, in der deutschen Diversität-Praxis stehen aber Geschlecht (Frau), Ethnizität und Nationalität (Migrationshintergrund), Alter, Behinderung und familiäre Situation (Vereinbarkeit) sowie sexuelle Identität im Vordergrund.

Diversity Management (DiM) meint eine ganz bestimmte Art und Weise des Umgangs mit dieser Vielfalt. Hintergrund ist, dass in Organisationen, wie zum Beispiel Unternehmen oder Verwaltungen zwar Vielfalt existiert, aber eine dominante Gruppe die Werte, Normen und Regeln dieser Organisation bestimmt. DiM soll die Kompetenzen und Erfahrungen aller Beschäftigten aufschließen und in den Wertschöpfungsprozess der Organisation mit einbeziehen. Es soll Wettbewerbsvorteile erzielen und ist so gesehen ökonomisch vorteilhaft. Es ist aber auch rechtlich geboten, da zahlreiche Regelungen zu einzelnen Diversity-Dimensionen existieren (Grundgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Partizipations- und Integrationsgesetz u.a.).

siehe auch: Interkulturelle Öffnung


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016