Ehrenamt

Aus SGK Berlin

Als Ehrenamt bezeichnet man im Allgemeinen ein öffentliches Amt, das unentgeltlich wahrgenommen wird. Unentgeltlich bedeutet nicht, dass nicht Auslagen ersetzt oder ein Pauschbetrag für den Zeitverlust gewährt werden kann. Die Tätigkeit als Bezirksverordnete(r) oder Bürgerdeputierte(r) zählt zum Ehrenamt (Bezirksverordnetenversammlung).

Die meisten ehrenamtlich Tätigen nehmen in der Regel kein öffentliches Amt wahr, sondern sie übernehmen vor allem im karitativen Bereich und im Sport Verantwortung. Auch in den Bereichen Bildung und Kultur sind zunehmend Ehrenamtliche tätig.

In den letzten Jahren zeichnet sich ein Umbruch im klassischen Ehrenamt ab. Immer mehr und vor allem junge freiwillig Engagierte entscheiden sich für modernere und flexiblere Formen des Engagements. Besonders Vereine und Organisationen wie Technisches Hilfswerk, Freiwillige Feuerwehren oder Caritas und Diakonie sind daher bemüht, durch neue Strategien der Organisationsentwicklung neue Mitglieder zu gewinnen. Seitens der Politik wird versucht, das Ehrenamt durch Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Haftungsfragen, Versicherungsschutz, Übungsleiterpauschale) attraktiver zu machen.


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016