Familienhilfe, sozialpädagogische

Aus SGK Berlin

Mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe sollen Eltern oder Alleinerziehende mit praktischen Hilfen bei Fehlern in der Kindererziehung (Vernachlässigung, Misshandlung), in der Versorgung des Haushalts und bei unangemessenem Ausgabeverhalten (bei knappen Einnahmen) unterstützt werden. Dies geschieht insbesondere bei einer gravierenden häuslichen Unterversorgung (Bildung, Hygiene, Wohnung) oder bei unmittelbaren zeitlich befristeten Schwierigkeiten in anderen Lebensbereichen. Immer muss ein erhöhter erzieherischer Bedarf – also die Notwendigkeit der Hilfe zur Erziehung – vorliegen. Das Erfordernis der Leistung wird über den Begriff des Kindeswohls definiert. Die Hilfe ist eine der Möglichkeiten, die Jugendämter im Rahmen ihrer Pflicht zur Verhinderung von Kindeswohlgefährdung (§ 1666 BGB i.V.m. § 8a SGB VIII) anbieten, auch um die Herausnahme von Kindern aus der Familie zu vermeiden.


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016