Geschlossene / offene Bauweise

Aus SGK Berlin

In einem Bebauungsplan kann die Bauweise für die Bebauung der einzelnen Baugrundstücke festgesetzt werden. Nach der Baunutzungsverordnung gibt es dazu zwei grundsätzliche Möglichkeiten: die „geschlossene“ und die „offene“ Bauweise.

Die geschlossene Bauweise ist eine Bauweise, in der die Baugrundstücke zwischen den seitlichen Grenzen in voller Breite überbaut werden. Dabei ist eine Durchfahrt durch das Gebäude auf den rückwärtigen Grundstücks­teil erforderlich, wenn dort Gebäude oder Einstellplätze vorgesehen sind.

Bei offener Bauweise ist zu unterscheiden zwischen Einzelhausbebauung, Doppelhäusern und Reihenhäusern. Bei der Einzelhausbebauung sind nach den Seiten Grenzabstände einzuhalten. Beim Doppelhaus wird an eine seitliche Grenze angebaut, an die auch der Nachbar anbauen muss. Dies gilt entsprechend für Reihenhäuser, an deren jeweiligem Ende nach beiden Seiten Grenzabstände einzuhalten sind.


Quelle: Berliner Kommunalpolitisches Lexikon, Stand: 2016